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Aneurysma

Hartwig's Geschichte 5

04.01.2009
Kaffee kochen

Es haben sich inzwischen sehr viele Sachen gebessert. Es fällt einen oft nur nicht auf, da die einzelnen Schritte sich nur sehr langsam bessern. Ein schönes Beispiel dafür ist das Kaffee kochen mit einer Kaffeemaschine. Zu Beginn meiner Krankheit fiel es mir sehr schwer die einzelnen Schritte auseinander zu halten. Ich durfte dann auch überhaupt nicht abgelenkt werden, sonst musste ich wieder von vorne anfangen. Heute ist das viel stabiler geworden. Ich kann mir jetzt einige Schritte im Voraus merken. Ich kann als heute das Kaffee kochen planen. Zu Beginn meiner Krankheit war das überhaupt nicht möglich. Ich bin zwar immer noch sehr leicht aus dem Konzept zu bringen, aber es hat sich sehr viel gebessert! Wenn man beim Planen einer Aktion Schwierigkeiten hat, dann fällt einen erst einmal auf aus wie vielen Komponenten sich eine Aktion zusammensetzt

06.01.2009
Der PC

Im letzten Jahr habe ich mich intensiv darum bemüht, mich wieder an den PC zu gewöhnen. Es sei dazu gesagt, dass ich vor meiner Krankheit sehr, sehr viel mit dem PC gearbeitet habe. Auch mit den unterschiedlichsten Betriebssystemen. Ich habe pro Tag 10 Stunden oder mehr am PC verbracht. Im ersten halben Jahr meiner Krankheit habe ich mich überhaupt nicht mehr mit dem PC beschäftigt. Da war ich damit beschäftigt mein Leben wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Dann habe ich wieder mit dem PC angefangen. Natürlich mit der Einschränkung das mein Gedächtnis sehr klein geworden war. Ich musste Windows wieder Stück für Stück lernen. Ich bin immer noch dabei und habe nun auch einige Erfolgserlebnisse. Am Anfang habe ich mich nur mit Cogpack beschäftigt, also einer Anwendung. Mein Gedächtnis ist immer noch sehr beschränkt. Nach wie vor kann ich mir nicht viele Sachen gleichzeitig merken. Das macht das Arbeiten für mich sehr schwierig. Aber die ersten Schritte sind geschafft, auch wenn das Ganze viel länger gedauert hat als ich erwartet habe. Aber ich habe immer noch den gleichen Spaß am PC. Und das ist von allen Dingen das Wichtigste!

07.01.2009
Frontpage

Gestern habe ich über meine ersten Erlebnisse mit dem Rechner berichtet. Heute möchte ich über meine erste richtige Anwendungs-Software berichten. Ich habe immer wieder versucht in die Programmierung einzusteigen. Aber für eine richtige Programmier-Sprache wie C++ da bin ich mit der Sprache und auch anderen Dingen noch nicht weit genug. Ich habe Stadt dessen angefangen mich mit HTML zu beschäftigen. Vor meiner Krankheit habe ich sehr viel mit HTML gemacht. Da ich mich zumindest noch an einige wenige Sachen erinnern konnte, war das ein guter Einstiegspunkt. Ich habe nach einiger Zeit angefangen diese Web-Seiten zu erstellen. Das ganze findet noch immer in HTML Stadt und nicht XML. Aber es ist ein guter Anfang gemacht. Neben vielen kleineren Schwierigkeiten erweißt sich vor allem die Tatsache meines begrenzten Gedächtnisspeichers als limitierender Faktor aus. Ich bin nach wie vor damit eingeschränkt, den Text als Ganzes zu verstehen. Ich kann zu einem Zeitpunkt immer nur Teile davon verarbeiten. Aber auch hier gilt: Ich merke jeden Tag, dass ich etwas tut. Und das ist das Wichtigste.

Ich bastele auch sehr viel an den VRtainment Web-Seiten herum. Es sind meist nur kleine Änderungen, die ich mach. Das Gute daran ist, dass ich die Änderungen, die ich machen muss, oft auf allen Seiten machen muss. Also ich muss z.B. den Hintergrund auf allen Seiten ändern, d.h. ich muss also den gleichen Prozess ca. 50 Mal durchführen. Am Anfang ist es immer noch relativ schwierig, einfache Änderungen durchzuführen, aber mit der Zeit gewöhnt man sich dann daran, und es prägt sich dann im Kopf ein. Es ist also eine gute Übung.

Alle paar Wochen schaue ich dann wieder mal nach, ob das mit der Programmiersprache C++ schon wieder geht. Bislang hatte ich leider keinen Erfolg. Aber irgendwann wird mir dass schon gelingen!  

08.01.2009
Programmieren

Ich hatte in den letzten Tagen bereits erwähnt, dass ich noch immer nicht in der Lage bin wieder zu programmieren (in C++). Ich denke, dass es neben der Denkstruktur vor allem mit dem Lesen und Schreiben zusammenhängt. Ich bin noch immer sehr damit beschäftigt zu Lesen und zu Schreiben. Darauf richtet sich all meine Konzentration. Es bleiben also keine Reserven mehr übrig, um mich auch noch auf das Programmieren zu stürzen. Ich denke, dass es noch eine bestimmte Zeit brauchen wird, bis ich einfach wieder ohne großen Aufwand Lesen und Schreiben kann. Und dann müsste das auch mit dem Programmieren wieder besser gehen!

09.01.2009
Lernen von meiner Tochter

Unsere Tochter ist inzwischen vier Jahre alt. Für mich ist es erstaunlich, was und wie schnell so ein Kind lernt. In gewisser Weise ist es ein kleiner Wettbewerb mit meiner Tochter. Kann ich mit ihr mithalten? Wie verändert sie ihre Lernstrategien? Das ist für mich sehr nützlich, da ich an einem Beispiel aus meinem persönlichen Umfeld sehe, wie sich die Lernstrategien verändern. Ich kann also versuchen meine eigenen Strategien da anzupassen und ich muss nicht immer per Trial und Error alles möglich abzutasten. Ich lerne hier sehr viel von meiner Tochter.

10.01.2009
Texte und Lieder

Wenn ich zusammen mit meiner Tochter lese oder Lieder singe, dann bin ich oft sehr erstaunt, wie das manchmal wie von alleine geht. Plötzlich tauchen Texte auch, die ich alleine gar nicht zusammensetzen hätte können. Da kann ich mir plötzlich ganze Liedtexte merken. Das ist sonst noch immer eine meiner großen Schwächen. Wenn ich alleine etwas formulieren soll, dann fällt es mir noch häufig schwer. Da ringe ich dann immer noch nach Worten. Wenn ich dagegen ein Kinderlied singe, dann fügt sich das von alleine zusammen.

11.01.2009
Wissen

Oft weiß ich, dass ich etwas weiß, komme aber einfach nicht mehr darauf was es war. Eigentlich besteht ein großer Teil meines Tagesablaufs daraus. Ich weiß, dass ich da mal etwas wusste, komme aber nicht mehr darauf was es war. Aber allein schon die Tatsache des Wissens ist sehr wichtig. Ich versuche dann alle Hebel in Bewegung zu versetzen um darauf zu kommen. Aber wie gesagt, alleine die Tatsache dass ich etwas vergessen habe, hilft mir sehr. Schlechter ist es sich an bestimmte Dinge gar nicht mehr erinnern zu können. Denn dieses Wissen ist dann ganz verloren.

12.01.2009
Keine Schmerzen

Wenn ich mich schneide, dann empfinde ich kaum oder keine Schmerzen mehr. Diese Eigenschaft meiner Wahrnehmung ist nicht dramatisch, aber dennoch erwähnenswert. Ich merke of erst Minuten später, dass ich geblutet habe. Und schaue erst dann nach ob, etwas Schlimmeres passiert ist. Gerade bei handwerklichen Dingen ist das dann auffällig. Ich klopfe mir richtig fest auf den Finger, merke aber nicht.

13.01.2009
Riesenglück

Es war eine Verkettung glücklicher Umstände als ich mein Aneurysma bekam. Ich war zu diesem Zeitpunkt alleine in der Firma. Ich hatte die Tage vorher auch immer lang gearbeitet. An diesem Tag hatte ich einen Termin, zu dem ich mit dem Fahrrad unterwegs war. Das war das erst mal Glück. Ein paar Minuten früher, und ich wäre Alleine in der Firma gewesen. Dann ist das Ganze in Berlin passiert, also beste ärztliche Versorgung. Wie gesagt ich hatte da ein Riesen, Riesen, Riesenglück

14.01.2009
Kochrezepte

Ich lese derzeit gelegentlich Kochrezepte. Zunächst lese ich das Rezept mehrere Male und dann versuche ich, es aus dem Kopf zu wiederholen. Hier ein Beispiel: 

  •  250 g Butter

  • 500 g Mehl

  • Ei(er)

  • 3 EL Zucker

  • 1 Prise Salz

  • 2 EL Honig

  • 1 TL Vanillezucker

  • 1 TL Backpulver

  • 1 Prise Zimt

  • Fett zum Ausbacken

  • Puderzucker

Zubereitung

Butter und Zucker werden sahnig gerührt. Die Eier zugeben. Nach und nach gibt man das mit Backpulver vermischte Mehl unter die Masse und rührt alles gut durch. Ab und zu alles mit etwas warmen Wasser wieder verflüssigen, aber Vorsicht, am Ende muss ein dickflüssiger Teig entstehen. Man fügt Salz, Zimt und Honig zu und rührt noch mal alles gut durch.

Die Waffeln werden in einem gefetteten Eisen gebacken.

Bei uns werden die Waffeln am Ende mit Puderzucker bestreut und mit Sahne und heißen Kirschen gegessen.

Zubereitungszeit: ca. 30 Min.
Schwierigkeitsgrad: normal

Was erhoffe ich durch diese Übung zu erreichen? Es ist eine gute Übung zum Lesen. Des weiterem muss ich versuchen, mir sehr viel zu merken. Es ist eine Übung die Sinn macht, weil die Sachen alle zusammengehören. Es ist also stimmig. Sonst habe ich oft Probleme mit Übungen, da ich etwas erfinden muss, um zu üben. Es fällt mir immer noch sehr, sehr schwer solch eine Übung zu machen. Aber ich merke schon nach wenigen Tagen, dass es sehr hilfreich ist.

01.02.2009
VRtainment Web-Seite

Ich war sehr beschäftigt in den letzten paar Wochen. Ich habe die VRtainment Web-Seite ins Deutsche gebracht. Dabei musste ich strukturell sehr viel ändern. Es war dabei auch gut mit vielen Dateien gleichzeitig arbeiten zu müssen. Zuerst habe ich nur einfache Sachen erledigt. Immer nur eine Sache zu einem Zeitpunkt. Nach einer Weile habe ich dann die Komplexität der einzelnen Schritte immer komplexer gestaltet. Es wird jeden Tag ein wenig besser. Die Arbeitsprozesse werden wieder flüssiger. Die Fortschritte sind klein, aber sie sind spürbar. 

06.02.2009
Einen Traktor starten

Ich habe oft Schwierigkeiten bei Tätigkeiten, die ich früher aus dem „FF“ gemacht habe. Ich weiß zwar, dass es gehen muss, aber ich weiß nicht mehr wie das ging. Dabei handelt es sich um Tätigkeiten, die ich vor meiner Krankheit aus dem „FF“ konnte, jetzt sind aber diese Bereiche meines Gehirns beschädigt gewesen. Ein gutes Beispiel ist hier das Starten eines Traktors. Ich stehe dann vor dem Traktor und weiß denn nicht mehr, welche Köpfe ich drücken muss um ihn zu Starten. Vor meiner Krankheit war dieses Wissen da. Im Zuge meiner Krankheit wurden die Teile meines Gehirns zerstört. Erst dann merkt man, wie schwierig eine Sache wieder zu lehren ist. Die Ganze Sache geht nicht von heute auf morgen, sondern es nimmt sehr viel Zeit in Anspruch.

23.02.2009
Programmierversuche

Ich habe in den letzten Wochen versucht wieder mit dem Programmieren zu beginnen. Seit einiger Zeit habe ich mit HTML experimentiert und seit Neuesten auch mit Javascript. Dabei ist eine kombinierte Anwendung herausgekommen, die HTML und Javascript kombiniert. Es geht dabei darum, die grafische Darstellung von Dateien zu automatisieren. Klicken Sie hier um sich ein Beispiel anzusehen. Eine Datei wird im großen Format dargestellt. Die restlichen Dateien werden im Kleinformat dargestellt. Wenn ich dann eine kleine Datei anklicke, dann kann ich diese im Vollformat ansehen. Es hat mich jetzt einige Wochen gekostet das zu Schaffen, aber nun habe ich es geschafft! Das ist Super!

24.02.2009
Und wieder einmal die Geschichte vom Zählen

Es scheint eine nicht endende Geschichte zu sein. Wieder habe ich bemerkt, dass ich beim Zählen sehr schnell auf Probleme stoße. Wenn ich jetzt im Einzer-Intervall Zähle geht es fast ohne Probleme. Es hat schon ein wenig „Automatismus“. Es ist aber auch erstaunlich wie lange ich brauche, um das wieder aus dem „FF“ zu können. Jetzt kam dann für mich ein wenig Überraschung: Ich habe im Zweier-Intervall gezählt, also 2, 4, 6, ... Ich merke dann, wie es richtig in meinen Kopf rattert bis ich die richtige Zahl gefunden habe. Mein ganzes Gehirn ist dann in diesem Moment nur mit dem Zählen beschäftigt. Ich kann dann gar nichts mehr anderes machen.

25.02.2009
Und noch mehr Zahlen

Zahlen im Bereicht von "0" bis "999", das geht inzwischen einigermaßen. Aber alles was darüber hinaus geht, das bereitet mir noch immer Schwierigkeiten. Ich komme da immer sehr schnell durcheinander. Ich habe also bei mehrstelligen Zahlen noch immer Schwierigkeiten. Es ist ja in Deutschland so, dass die Zahlen immer in Tripletts auftreten. Also erst die einstelligen Zahlen, dann die Zweistelligen Zahlen und dann die dreistelligen Zahlen. Das besondere daran ist, die etwas verquere Anordnung der Zahlen im Deutschen. "Einhundertdreiundzwanzig" spricht sich dann wie folgt aus: "Einhundert", dann die "Drei" und dann die "Zwanzig". Bei höherstelligen Zahlen wiederholt sich das Spiel im Triplett. "234123" spricht sich als "Zweihundert-vier-und-dreißig-tausend-einhundert-und-drei-und-zwanzig". Bei mehr als vier stelligen Zahlen habe ich dann so meine Probleme. Aber ich denke, dass das Ganze eine Frage der Gewohnheit ist. Einfach immer wieder Üben, Üben und noch einmal Üben.

20.03.2009
Web-Seiten

Die letzten Wochen waren bei mir mit Arbeit angefüllt. Ich habe bei mir die Web-Seiten umgestellt und teilweise in Form und Farbe neu gestaltet. Folgende Web-Seiten sind davon betroffen:

Es ist immer noch sehr schwierig, mich auf die verschiedenen Sachen zu konzentrieren, aber es wird auch Schritt für Schritt besser. Jeden Tage etwas mehr, auch wenn es immer nur kleine Schritte sind, aber sie sind da!

21.03.2009
Zusammenfassung

Ich habe mir in den letzten Tagen durchgelesen, was ich so alles so geschrieben habe. Dabei ist es auffällig, dass ich manche Sachen immer aus der gleichen Ecke sehe, aber es ist auch auffällig, dass ich manche Sachen über die Monate hinweg aus unterschiedlichen Blickrichtungen sehe. Das ist natürlich nur allzu menschlich, aber ich finde es trotzdem sehr interessant. Gerade im Hinblick auf mein sehr schlechtes Gedächtnis zeigt sich dann, was wirklich fest sitzt und was auf der anderen Seite noch sehr starken Änderungen unterworfen ist. Durch meine Vergesslichkeit ist das nur noch auffälliger als früher.

23.03.2009
Schema Theorie

Eine Sache bei der ich mich noch immer sehr schwer tue, ist das „Verstehen“ von Dingen, mir also ein Weltbild zu verschaffen. Folgendes Beispiel sollte das Ganze etwas verständlicher machen. Am Anfang wird das Wissen in wenige grobe Kategorien unterteilt. In unserem Beispiel wäre das die Kleidung. Dann gehen wir einen Schritt weiter, es handelt sich in unserem Fall um Schuhe. Hier kann ich dann verschiedene Schuhe unterscheiden. In diesem Fall, Schuhe für mich, also eine bestimmte Größe. Nun geht es eine Stufe weiter, in unserem Beispiel zu Sportschuhe. Dort wäre ein weiteres  Unterscheidungsmerkmal die Art der Schuhe, in meinen Fall, die Sport-Schuhe. Nun würden wir z.B. die Farbe unterscheiden können. Dieses Schema kann man noch beliebig verfeinern. In einigen Fällen treten da bei mir Störungen auf. Wenn ich z.B. nach Sportschuhen suche, also eine bestimmte Art von Schuhen. Ich suche dann nur nach einer bestimmten Art von Schuhen. Ich habe z.B. Blau-Weiße-Turnschuhe. Wenn ich nach diesen Schuhen suche, dann kommt bei mir nur das Bild diese Schuhe in den Sinn. Andere Schuhe sehe ich dann oft nicht einmal visuell. Wenn ich die Schuhe finden kann, ist das kein Thema. Aber wenn nicht, dann bin ich nicht in der Lage ohne weiteres in der Lage auf eine Stufe weiter oben umzuschalten, also in diesem Fall Sport-Schuhe. Da fehlt mir dann die Fähigkeit, die gedankliche Assoziation zu machen. Aber auch hier hat sich viel getan, aber ich merke derzeit besonders hier, dass ich noch sehr große Schwierigkeiten habe.

25.03.2009
Am Computer schreiben

Ich habe vor einem Jahr sehr intensiv versucht wieder Schreibmaschine zu schreiben. Ich habe mehrer Schreibmaschinenkurse auf dem PC gemacht. Das Ganze hat sich im ersten Halbjahr 2008 abgespielt. Das ging mit der Zeit immer besser, aber die Geschwindigkeit hat immer zu wünschen übrig gelassen. Zu meinen besten Zeiten hatte ich Mal 45 Anschläge pro Minute. Jetzt die Überraschung. Ich habe mich heute (25.03.2009) an den Rechner gesetzt und habe eine Übung gemacht. Dabei habe ich aus dem Stand 140 Anschläge pro Minute gemacht. An solchen Momenten merke ich erst, was ich alles erreicht habe in einem Jahr. Einfach nur Super!!!!

26.03.2009
Automatismen

In meinem Gehirn scheinen einige Automatismen verloren gegangen zu sein. Ich weiß nicht, ob es sich dabei um einen eigenständigen Prozess handelt, oder einfach um einige ausgelernte Mechanismen. Wenn ich z.B. Kaffee kochen muss, dann ist es jedes Mal sehr, sehr mit Anstrengung verbunden. Wenn ich vor meiner Krankheit Kaffee kochen musste, das ging das alles wie von alleine und ich konnte nebenbei noch andere Sachen machen. Heute muss ich mich wirklich auf die Sache konzentrieren und darf mich nicht ablenken lassen. Ich muss jeden Schritt nacheinander durchgehen. Sobald ich durch etwas abgelenkt bin, fällt es mir dann schwer, wieder in den Rhythmus zu kommen. Das Ganze hat sich im Verlauf der letzten drei ein halb Jahre deutlich gebessert, aber die Dinge sind noch weit davon entfernt wieder Automatismen zu werden. Aber insgesamt hat sich gerade in der letzten Zeit die Handlungsplanung und Ausführung deutlich verbessert.

28.03.2009

Links oder Rechts

Ich habe immer noch Schwierigkeiten links und rechts zu unterscheiden. Bei manchen Dingen geht es problemlos, aber gerade wenn ich dann noch etwas lesen muss, dann komme ich in Schwierigkeiten. Ich habe z.B. Lautsprecher angeschlossen. Es handelt sich dabei um ein Set aus fünf Lautsprechern am PC. Ich musste dann die fünf Lautsprecher korrekt anschließen. Auf dem Hauptlautsprecher wurden dann die einzelnen Lautsprecher angebracht. Left Front,  Left Rear usw.. Lesen kann ich ja einigermaßen, ich konnte also „Left Front, Left Rear usw.“ richtig benennen. Aber wenn ich dann einen Lautsprecher in die Hand nahm und dann noch zusätzlich am Lautsprecher unterscheiden musste, wo denn der Lautsprecher hin musste, da war ich komplett überfordert. Es hat sich dann bestimmt zehn Minuten hingezogen bis ich die Lautsprecher richtig angeschlossen hatte. Schon ein bisschen eine verrückte Welt. Ich kann alle Dinge einzeln benennen, aber das Gesamtsystem nicht zusammenbauen. Dieser Schritt ist in meinem Gehirn verloren gegangen!

29.03.2009
Zahlen und Buchstaben

Ich hatte schon einmal vor längerer Zeit davon berichtet. Ich habe nach wie vor Schwierigkeiten, wenn ich etwas schreiben muss, was aus Zahlen und Buchstaben besteht. Wenn ich für eine längere Zeit Buchstaben geschrieben habe und dann auf einmal eine Zahl schreiben muss, dann merke ich im Gehirn so richtig das „Rattern“, das beim umschalten entsteht. Für das Umgekehrte gilt das Gleiche. Manchmal ist es so, dass ich z.B. wenn ich „4“ sagen will, ich nicht auf die „Vier“ als Zahl komme, sondern nur auf das Ausgesprochene Wort „Vier“.

30.03.2009
Und wieder einmal Zahlen

Ich hatte fast schon gedacht, es wäre überstanden. Aber weit gefehlt. Ich habe immer noch Schwierigkeiten bei der Aussprache deutscher Zahlen. Wenn ich z.B. „239“ sprechen muss, dann fällt es mir immer noch sehr schwer das zu tun. Wenn es geschrieben wird, ist es ja „239“, aber wenn es gesprochen wird, dann wird es wie folgt gesprochen: „2“, dann ein Lücke lassen, es folgt die Zahl „9“ und dann erst die Zahl „3“. Es hat sehr lange gedauert, bis ich es einigermaßen hinbekommen habe. Ich schreibe dann zuerst die Zahl „2“, dann mache ich gedanklich einen kleinen Sprung auf die „39“. Dann lautet das wie folgt: „zweihundert“ und „neun und dreißig“. Wichtig war der Schritt auf die „39“, das auch wirklich im Gedanken mit einander verknüpft wird. Angefangen habe ich mit „zweihundert“, dann virtuell eine kleine Lücke auf die „neun und“ und dann erst die „dreißig“. Aber letztendlich drei voneinander getrennte Zahlen. Es hat dann sehr lange gedauert, bis ich auf den gedanklichen Brückenschlag gekommen bin: „zweihundert“ und dann „neun und dreißig“ und die neun und dreißig wirklich als eine Zusammengesetzte Zahl „39“ genommen habe. Ich weiß nicht ob es richtig oder falsch ist und wie das andere machen, aber ich weiß, dass es bei mir geholfen hat!

31.03.2009
Negative Zahlen und Dezimal Zahlen

Wenn ich eine negative Zahl schreiben oder lesen muss, dann tue ich mich noch immer sehr, sehr schwer. Das hat wahrscheinlich mit dem Umschalten zuwischen Zahlen und dem „-“ als Zeichen zu tun. Ähnliches gilt auch für Dezimalzahlen wie z.B. „123,25“. Da kommt im Deutschen zusätzlich hinzu, dass die Reichenfolge schwierig ist. Gesprochen wird es so: „Einhundert drei und zwanzig“, dann das „,“ und dann wieder die Zahlen in umgekehrter Reichenfolge, nämlich „fünf und zwanzig“. Buchstabenweise also: „eins“, dann „3“, dann die „2“, dann das Komma und dann die „5“ und dann erst die „2“.

01.04.2009
Und noch mehr Zahlen

Wenn ich aufwärts zähle, dann geht es wesentlich besser als in umgekehrter Reichenfolge. Wenn ich also „100, 101, 102, 103, 104, 105 ...“ zähle, dann geht es wesentlich besser als wenn ich „100, 99, 98, 97, 96 ...“ zähle.  

02.04.2009
Arbeiten auf verschiedenen Rechnern

Ich habe wieder angefangen auf verschiedenen Rechnern „parallel“ zu arbeiten. Das Gute und Wichtige daran ist für mich, dass ich dann auf zwei verschiedenen Rechner Sachen mache. Ich muss dann immer wieder im Kontext umschalten zwischen den verschiedenen Sachen, die ich mache. Man könnte auch alles auf einem Rechner machen. Aber erstaunlicherweise dauert es bei mir einige Zeit, bis ich in der Lage bin, zwischen zwei Rechnern umzuschalten. Es sind eigentlich nur Kleinigkeiten, die sich an den Rechnern unterscheiden. Aber es genügt, um mich in Konfusion zu versetzen.

08.04.2009

Und wieder ein Schritt ...

Und wieder habe ich eine Sache erreicht. Ich bin das erste Mal alleine mit dem Zug gefahren. Nach meiner Krankheit war ich immer nur gemeinsam mit meiner Familie unterwegs. Nun bin ich erstmals ganz alleine von Berlin nach Ezelheim (ca. 500 km) gefahren. Ich habe alles gut überstanden. Ich bin nun nach 3 ½ Jahren endlich so weit, dass ich wieder alleine reisen kann. Das war ein riesiger Schritt!!!

09.04.2009

Schreibmaschinenschrift

Durch eine Umstellung in Haushalt, schreibe ich jetzt auch wieder mehr in Schreibmaschinenschrift am Computer. Es ist schon erstaunlich was sich so in einigen Monaten alles verbessert. Natürlich sind das nur „Übungen“, aber es ist einfach sehr schön zu sehen, dass es vorwärts geht.

10.04.2009
Mit dem Rechner schreiben

Wenn ich jetzt am PC schreiben muss, dann habe ich die Übungen schon einigermaßen eintrainiert. Ich meine hier, die Übungen zum Lernen der Schreibmaschinenschrift. Wenn ich aber dann einen Text verfassen muss, also auch für den Inhalt verantwortlich bin, dann merke ich, dass es sehr schwierig ist, den Inhalt und das Schreiben auf den PC zu verbinden. Ich kann mich immer nur auf eine Klasse konzentrieren. Also ich kann mich entweder nur auf das Schreiben konzentrieren oder auf den Inhalt. Beides zusammen geht noch nicht.

11.04.2009
Lesen

Ich lese derzeit auch wieder intensiver. Ich hatte ja vor einiger Zeit schon beschreiben, dass ich noch Schwierigkeiten beim Lesen eines Buches habe, ich mich aber dann im Laufe der Zeit an den Schreibstil gewöhne. Das ist inzwischen alles viel besser geworden, aber bei manchen Büchern merke ich das immer noch sehr.
Wenn ich mich im Laufe der Zeit an den Schreibstil gewöhnt habe, dann wird das Ganze immer besser. Insgesamt ist es ein Zeichen dafür, dass mein Wortschatz noch immer sehr eingeschränkt ist. Wenn ich dann ein Buch eine Zeit lang gelesen habe, dann werden es immer weniger neue Wörter, die bei diesem Autor auftraten. Derzeit lese ich ein Buch über die „Wunderwelt Ozeane“. Das ist sehr spannend, aber auch sehr schwierig zu lesen, da es eine Fülle von mir unbekannten Begriffen enthält. Aber ich merke auch schon wieder, dass sich mein Wortschatz erweitert hat, und es dabei in ein flüssigeres Lesen übergeht.

12.04.2009
Lese- und Schreibschwäche

An manchen Tagen, wenn ich mich gut konzentrieren kann, dann scheint es fast wieder problemlos zu gehen. Ich meine hier, das Schreiben und Lesen. Aber an anderen Tagen bin ich auf der Suche nach Wörtern oder bringe ganze Satzteile durcheinander. Da merke ich dann, wie labil das Ganze noch ist. Es ist immer noch weit davon entfernt, stabil zu sein. Aber auch hier gilt: Das Ganze wird mit der Zeit immer besser!

13.04.2009
Rechts und Links

Ich hatte auch schon früher eine Schwäche rechts und links zu unterscheiden. Es ist aber durch meine Krankheit extrem geworden. Ich denke heute ist es so als ob rechts und links vertauscht sind. Wenn ich rechts und links unterscheiden soll, dann liege ich zu fast 100% falsch. Wie kann man denn das beheben?

13.04.2009
Rechts und Links

Ich hatte auch schon früher eine Schwäche rechts und links zu unterscheiden. Es ist aber durch meine Krankheit extrem geworden. Ich denke heute ist es so als ob rechts und links vertauscht sind. Wenn ich rechts und links unterscheiden soll, dann liege ich zu fast 100% falsch. Wie kann man denn das beheben?

14.04.2009

Silbenschreiben

In der Zwischenzeit ist das lesen und schreiben von Silben wesentlich besser geworden. Auch die Fähigkeit, Wörter an Hand der ersten Silbe bereits vorauszusagen hat sich sehr verbessert. Aber gerade in diesem Bereich merke ich auch, dass mein Wortschatz noch sehr klein ist. Wenn ich dann anfangen muss Wörter aus einzelnen Buchstaben zusammenzusetzen, dann dauert es besonders lange, bis ich das Wort verstanden habe. Und solche Wörter gibt es noch sehr, sehr viele (-:.

15.04.2009
„Die Säulen der Hausapotheke“

Folgendes habe ich in einem Buch über die Hausapotheke gefunden. Die Zusammensetzung war hier weniger wichtig für mich, sondern die vielen verschiedenen Kombinationen von Namen und Zahlen.

1 g Proteine
4,6 g Ballaststoffe
23 Kalorien
85 mg Natrium, international Sodium genannt
315 mg Kalium
28 mg Calcium
9,4 mg Magnesium
0,01 mg Mangen
1,6 mg Eisen
0,01 mg Kupfer
36 mg Phosphor
7 mg Schwefel
72 mg Chlor
0,12 mg Zink

12 mg Carotin bzw. Provitamin A
8 mg Vitamin C

0,5 mg Vitamin E
0,9 mg Daukarin
0,06 mg Thiamin
0,06 mg Riboflavin
0,6 mg Nikotinsäure
25 mg Panthothensäure

0,1 mg Vitamin B6
0,6 mg Biotin
10 mg Folsäure

Auch das Abtippen war sehr hilfreich für mich (… und auch sehr anstrengend (-:).

15.04.2009
Lesen beim Joggen

Während ich in Berlin gelaufen bin, habe ich Autokennzeichen gelesen. Das geht natürlich nur wenn kein Verkehr ist. Aber ich war zutiefst erstaunet, wie gut das gegangen ist. Ich hatte zwar ab und an mal Schwierigkeiten beim Lesen der Zahlen und Buchstaben, aber insgesamt war das wieder ein großer Schritt zurück ins normale Leben. Als ich das vor einiger Zeit gemacht habe, musste ich vor jedem Auto stehen bleiben order konnte nur langsam gehen.

17.04.2009
Kinderspielzeug

Ich habe mir vor kurzem wieder einmal bei meiner Tochter etwas ausgeborgt. Eine sehr einfache Sache, aber für mich trotzdem sehr hilfreich. Sehen Sie sich die Bilder an:

Zum einem ist das Benennen von Dingen sehr hilfreich, zum anderen das lernen von Formen. Manchen mag das alles banal erscheinen, aber für mich ist das sehr wichtig und auch sehr effizient.

18.04.2009
Systemsteuerung

Es fällt mir immer noch schwer Informationen auf einen Blick zu bekommen. Nehmen wir einmal folgendes Beispiel aus der Systemsteuerung von Windows.

Bis ich da das finde, was ich suche, geht schon einige Zeit ins Land. Wenn ich da etwas lese, wie z.B. „Display“, dann lese ich das zwar, aber verstehe es im ersten Moment nicht. Erst noch einiger Zeit und dem mehrmaligen Lesen dimmert es in meinen Kopf. Wenn ich dass einmal gelesen habe und eine kurze Zeit vergehen lasse, dann ist das Ganze wieder verloren. Es ist so, als wäre es nie da gewesen. Inzwischen ist das etwas besser geworden, aber es ist noch weit von der Normalität entfern, die ich vor meiner Krankheit einmal gewohnt war.

19.04.2009
Farbe

Es ist schon etwas erstaunlich für mich, dass ich immer noch mit den Farben Probleme habe. Wenn ich mich jetzt sehr konzentriere, geht das ganz in Ordnung. Aber sobald ich etwas unkonzentriert bin, dann komme ich leicht durcheinander. Es geht hier nur um die Grundfarben, also Schwarz, Weiß, Rot, Blau, Gelb und Grün. Ich finde dass schon etwas erstaunlich, dass mich noch immer eine so einfache Aufgabe doch noch so in Trab hält.

20.04.2009
Besteck

Eine Sache, die mir immer noch Schwierigkeiten macht, ist das Benennen von Besteck. Ich kann es zwar richtig anwenden, aber ich habe immer noch Schwierigkeiten beim Benennen. Es liegt z.B. die Gabel vor mir. Ich wende die Gabel richtig an, sage aber nicht Gabel sondern z.B. Messer dazu. Das Ganze ist schon etwas seltsam. Ich muss nur drei Begriffe unterscheiden und kann es nach 3 1/2 Jahren immer noch nicht richtig.   

21.04.2009
Konzentration beim Schneiden

Wenn ich eine Sache mit dem Messer schneide, dann muss ich mich voll und Ganz auf das Schneiden konzentrieren. Sobald ich etwas nebenbei mache, wie z.B. über etwas nachzudenken, dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass ich mich z.B. beim Schneiden einer Brezel schneide. Inzwischen ist das Ganze etwas besser geworden, aber es ist noch weit davon entfernt so wie vor meiner Krankheit zu sein. 

23.04.2009
Fußball

Ich habe gestern Fußball im TV angesehen. Dabei ist mir wieder aufgefallen, dass ich enorme Schwierigkeiten habe, Verbindungen über mehrere gedankliche Inhalte herzustellen. Ich habe kein Problem die Teams zu unterscheiten. Des gleichen habe ich auch keine Probleme einzelne Spieler zu benennen. Wenn ich aber die gedankliche Schlussfolgerung machen muss, das ist Team „A“ und das ist der Spieler „XYZ“, so habe ich dann bei dieser Schlussfolgerung Probleme. Ich kann dann die zwei Sachen nicht mehr im Gedanken zusammensetzen.

26.04.2009
Fortsetzung ...

Es geht wieder mal um Zahlen, oder noch immer. Ich hatte eigentlich vor einem halben Jahr gedacht, dass das Ganze überstanden wäre. Aber weit gefehlt. Es ist nach wie vor ein Thema. Es wird zwar immer besser, aber es ist immer noch weit davon entfernt automatisch zu funktionieren. Wenn ich eine dreistellige Zahl benennen muss, dann ist das folgendermaßen (z.B. 237). Die „2“ geht relativ problemlos. Aber dann fängt es an problematisch zu werden. Es kommt dann die „7“ und dann die „3“ (ist im Deutschen etwas anders als in anderen Sprachen). Wenn ich die Zahlen einzeln ausspreche dann vertausche ich oft die „7“ mir der „3“ und die „3“ mit der „7“. Ich habe also mit der der Reihenfolge meine Schwierigkeiten. Inzwischen habe ich für mich eine Lösung gefunden. Ich spreche die „37“ als eine zusammengesetzte Zahl aus, also „sieben-und-dreißig“. Das Problem ist nun, dass ich den Zahlenraum von „00“ bis „99“ auswendig lernen muss. Vorher habe ich ja immer nur eine Zahl genannt: Also „2“, dann die „7“, dann die „3“.

28.04.2009
Weitere Fortsetzung ...

Wenn ich jetzt noch versuche im Gedanken etwas parallel zu machen, dann komme ich meist in Schwierigkeiten. Das Sprechen von Zahlen ist für mich gedanklich so anstrengend, dass ich kaum noch was anderes machen kann. Aber es wird jeden Tag ein wenig besser. Viel langsamer als ich dachte, aber jeden Tag kommt ein kleines Stück dazu!

30.04.2009
Geburtstag ...

Ich hatte vor einigen Tagen Geburtstag. Ich habe mich sehr über die vielen Geschenke gefreut! ... mir ist an diesem Tag folgendes passiert: Meine Mutter hat zu mir gesagt: Mach doch mal die Geburtstagskarte auf. Und auch einmal wusste ich nicht mehr was eine Geburtstagskarte ist. Ich habe gesucht und gesucht, aber ich wusste in diesem Moment nicht was eine Geburtstagskarte ist. Ich musste dann bei meiner Mutter nachfragen was denn eine Geburtstagskarte ist. Dann war diese „Verknüpfung“ wieder hergestellt. Mal sehen ob ich das an meinem nächsten Geburtstag dann noch weiß (-:?

02.05.2009
Zahlen von „00 – 99“ auswendig Lernen

Ich habe die letzten Tage noch einmal angefangen die Zahlen von „00“ bis „99“ auswendig zu lernen. Das wird sicherlich noch einige Tage in Anspruch nehmen, aber ich möchte somit meinen „neu erlernten“ Zahlenraum erweitern. Ich möchte auf diesem Wege erreichen, dass dann auch mein Zahlenverständnis im Bereich bis „999“ erweitert wird. Ich hatte ja in den letzten paar Tagen bereits beschrieben welche Schwierigkeiten ich hatte. Mal sehen, ob dass so funktioniert ....

03.05.2009
„Reset Schaltknopf“

Vieles hat sich in den letzten Wochen gebessert. Ich kann unter bestimmten Umständen zwei oder drei Sachen parallel bearbeiten. Natürlich alles nur sehr begrenzt und ganz anders als früher, aber allein die Tatsache, dass es wieder einigermaßen geht, stimmt mich sehr glücklich. Allerdings wenn ich das einige Minuten gemacht habe, dann merke ich dass sehr schnell mein Merkspeicher voll läuft. Nach ein paar Minuten muss ich denn mal die „Reset“ Schaltfläche drücken. Dann geht eine halbe Minute gar nichts mehr. Wenn ich dann den „Schaltknopf“ gedrückt habe, dann kann ich wieder anfangen von vorne anfangen.

05.05.2009
Icons und deren Analyse

 

Es ist immer noch sehr aufwendig mir Icons merken zu können und die Stelle wieder zu finden an der sich das Icon befindet. Beispiel: Ich suche ein Icon, finde es nach einiger Zeit. Dann mache ich etwas Anderes in der betreffenden Software. Nach einer Minute brauche ich dann das Icon wieder. Wenn ich das vor meiner Krankheit gemacht habe, dann habe ich das Icon ad hoc gefunden. Jetzt ist es so, dass ich es wieder suchen muss. Im gewissen Sinne ist es nun so, als hätte ich mein räumliches Ortsgedächtnis verloren. Erst wenn ich das Icon dann über mehrere Wochen verwendet habe, dann bessert es sich etwas. Aber es muss sich erst über Wochen dasselbe Spiel wiederholen: Ich suche und suche das Icon immer wieder. Aber es dauert eben einige Wochen bis ich es mir dann irgendwann merken kann. Bis dahin immer dasselbe Spiel. Ich benutze ein Icon, kann es aber, wenn ich es eine Minute nicht mehr verwendet habe, nicht mehr Finden und muss wieder den intensiven Suchprozess durchführen.

06.05.2009
Kleines Kinderspiel

Ich habe mit meiner Tochter zusammen ein Spiel gemacht. Es geht darum Sachen an Geräuschen zu erkennen. Die Sachen sind in einer kleinen Box versteckt. Ich hatte nicht gedacht, dass es so schwierig sein wird. Die ersten paar Tage habe ich mich sehr schwer getan. Mit der Zeit wird es aber besser. Wenn jemanden dass langweilig wird, kann man ja andere Sachen in den Boxen verstecken. Insgesamt aber eine sehr interessante Aufgabe.

07.05.2009
Und noch ein Kinderspiel ...

Ich habe Stofftiere meiner Tochter genommen. Für mich ist das kein Problem alle per Sicht zu erkennen. Wenn ich dann aber die Tiere benennen muss, dann habe ich oft Schwierigkeiten. Mir liegt es im wahrsten Sinne des Wortes auf der Zunge, aber ich komme nicht darauf. Also z.B. die Seerobbe oder der Frosch. Ich weiß, dass ich das schon einmal benannt habe, aber ich komme einfach nicht auf das Wort. Das ist kein Thema wenn man mal ein Wort nicht mehr weiß. Aber bei mir ist es so, dass ich sehr viele Wörter nicht mehr weiß, oder doch relativ lange brauche bis ich auf das Tier komme.

09.05.2009
Zählen mit Komma

Diesmal Zählen mit einer etwas anderen Variante. Zählen mit einer Komma-Zahl. Wenn ich im Gedanken oder beim Lesen Komma-Zahlen zähle, dann habe ich große Schwierigkeiten. Um das besser illustrieren zu können, im Folgenden ein Beispiel: Zähle 3,54, 3,55 usw. Da gibt es mit den Zahlen im Deutschem Schwierigkeiten. Nehmen wir die 3,54. Bei der Aussprache beginnt das mit der "3", denn das "," und dann die Schwierigkeit: Erst die "4" und dann die "5". Zusammengesetzt ergibt die "45", die "fünf und vierzig". Ich hatte ja schon vorher die Schwierigkeiten beim Sprechen von Zahlen beschrieben. Die Kommastelle ist nur noch eine weitere Steigerung. 

Wenn ich dagegen das Geld am Tisch habe und das Kleingeld zählen muss, dann geht das inzwischen relativ gut. Wenn ich zu Beginn meiner Krankheit etwas im Supermarkt bezahlen musste, dann habe ich immer gleich mit einem 50-Euro Schein bezahlt, damit ich mich nicht blamiert habe habe. In der Zwischenzeit ist das wie gesagt relativ gut. Auf der einen Seite merke ich da wie lange das Ganze brauch, um das Ganze zu lernen, auf der anderen Seite sehe ich aber auch die kontinuierlichen Fortschritte. 

10.05.2009
Buchstaben und Satzvergleiche

Ich habe in „Cogpack“ Sätze mit einander verglichen. Im Experiment wird ein Satz in zwei Versionen mit einander verglichen. Beide Versionen können gleich oder ungleich sein. Folgendes Beispiel:

In diesem Beispiel unterscheiden sich die Sätze. Insgesamt gesehen wird das Ganze immer zügiger. Vergleichsweise schwierig fällt mir das Ganze bei ungeordneten Buchstabenfolgen wie im Folgenden:

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